Europa hat eine junge Zukunft!
30 Jugendliche aus Italien und Deutschland waren im März zum Abschlusskongress der Jugend-Politik-Projektes "Heimat - Du ergreifst Partei!" zusammen gekommen. Eine Gruppe aus Rom, zwei Sizilianer, eine Gruppe aus Mannheim und eine Gruppe aus Solingen kamen für zwei Tage zusammen und verabschiedeten das gemeinsam verfasste Parteiprogramm ihrer europäischen Politik-Bewegung "European Horizon".
Jede Gruppe stellte Aktivitäten und Projekte vor, die sie in ihren Städten durchgeführt hatten. Es ging dabei um die gemeinsamen Vorstellungen, wie ein Miteinander der verschiedenen Kulturen in Europa möglich sein kann. Die Mannheimer hatten dazu einen Flashmob in einem Einkaufszentrum organisiert, die Solinger hatten sich mit dem EU-Politiker Herbert Reul getroffen und stellten die Ergebnisse des Interviews mit ihm vor. Die Römer hatten die Gelegenheit genutzt, von ihren Vorstellungen einer eruopäischen Jugendpolitik in einer Schule zu berichten und die Sizilianer hatten eine eigene Homepage für das gemeinsame Projekt entwickelt und pflegen sie weiterhin.
In Workshops wurde dann noch an einigen inhaltlichen Punkten zu den Themen Integration und Umwelt gearbeitet, die im Parteiprogramm einen wichtigen PLatz haben. Abschließend gab es dann für alle Teilnehmer ein Zertifikat, das feierlich überreicht wurde.
Asli (19) aus Solingen kommentierte anschließend: "Es war toll, dass wir gleich wieder wie eine Familie waren, obwohl wir uns nur einmal 5 Tage lang gesehen hatten. Und Federica (20) aus Rom ergänzte: "Es gibt mir Mut zu sehen, dass man etwas verändern kann."
Auch die Veranstalter waren zufrieden mit den Ergebnissen. Ursula Dörpinghaus vom "Forum Politik und Geschwisterlichkeit" der Fokolar-Bewegung in Solingen zog Bilanz: "Die Jugendlichen haben auch dieses Mal die Erfahrung gemacht, dass Grenzen des Alters, der nationalen Herkunft, der Hautfarbe, des Bildungsstandes, der verschieden Sprachen überwunden werden können, dass Europa Heimat für alle sein kann." Und Katharina Messmann vom Starkmacher e.V. ist selbst erstaunt über die Ergebnisse: "Unglaublich, wie verschiedene soziale Schichten hier zu einer Familie verschmolzen sind und wie produktiv gearbeitet wurde!"
Für die Zukunft haben die jungen Europäer ganz konkrete Vorstellungen, wie es weitergehen soll:
- auf jeden Fall wollen sie das Gedankengut und die Werte ihrer neuen Parteibewegung "European Horizon" weiter verbreiten
- sie wollen sich einzusetzen für eine Europäische Staatsbürgerschaft und die Anerkennung von Bildungs- und Studienabschlüssen,
- und sie möchten Gelegenheiten nutzen, die Formen der direkten Demokratie zu fördern: z.B. durch europäische Volksentscheide zu gemeinsamen Themen wie Energie und Ökologie
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