Nicht nur die Regierungschefs und gesellschaftspolitische Delegationen vieler Länder waren im Juni 2012 nach Rio de Janiero gekommen, auch Mathias Kaps vom Starkmacher war mit dabei!

20 Jahre nach der ersten großen "Rio-Konferenz", zu der die Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Entwicklung eingeladen hatten, kamen mehr als 10.000 Teilnehmer in die brasilianische Metropole.

Neben den Regierungsdelegationen waren auch zivilgesellschaftliche Gruppierungen der unterschieldlichsten Coleur angereist, um ihr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung darzustellen und einen konkreten Beitrag zu leisten, damit das Ziel des Gipfels erreicht wird.

Mathias Kaps war Teil einer Delegation von 28 Experten aus den Bereichen Entwicklung, Ökologie, Politik, Kunst, Kommunikation, Wirtschaft und Sport, die aus verschiedenen Regionen Brasiliens, Argentiniens und Deutschlands kamen und in der internationalen Fokolar-Bewegung engagiert sind.

Es ging in Rio um Themen wie Armut und Umwelt, die Rolle der Frauen, alternative Energien, Strategien, um den Prozeß der weiteren Ausdehnung der Wüste aufzuhalten, Lebensmittelsicherheit, Arbeitslosigkeit, Zugang zu Informationen, internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit, die Urbevölkerung. Alle Diskussionen, Präsentationen und Vereinbarungen sollten dazu dienen, nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Die Ergebnisse? Da sind die Eindrücke sehr unterschiedlich laut Mathias Kaps: Fassungslosigkeit über das Schlussdokument "The Future we want - Die Zukunft, die wir wollen", aufgrund der sehr vage formulierten Ziele (s. auch Tagesschau-Bericht), stattdessen Optimisus hinsichtlich der Einbindung der zivilen Bevölkerung.

"Die Frage der Nachhaltigkeit ist die Chance schlechthin, die Menschheit als Ganzes zu betrachten und entsprechend zu handeln", sagt  Adriana Rocha, brasilianische Künstlerin, Präsidentin der Nichtregierungsorganisation AFAGO (São Paulo) und Mitglied der Delegation. Und Andrés Porta, argentinischer Chemiker, Professor und Forscher an der Universität von la Plata und Mitglied von 'EcoOne', einem interntionalen Ökologie-Netzwerk: "Was noch fehlt, ist das einander Zuhören und der Dialog der Industrieländer mit denen, die sich noch in der Entwicklung befinden, gerade im Austausch über Wertvorstellungen und Vorschläge, bei denen es um Kapitalismus und die Urbevölkerung oder andere Minderheiten geht". Sein Verbesserungsvorschlag: Weiterhin mit den Ausbildungsinstituten für Jugendliche zusammenarbeiten, als Beitrag für den Dialog, auch für die weitere internationale Treffen.

Mathias Kaps hingegen war beeindruckt von der Wirkung, die die Präsentation der  "Enegiewende" in Deutschland dort im internationalen Kontext hatte: "Hier sieht man, das auch eine Industrienation sich der auf "grüne Energie" ausrichten kann. Gefehlt haben mir die sozalen Programme, die u.a. ein Umdenken der Gesellschaften bewirken. Nachhaltigkeit darf nicht nur ein Privileg der reichen Länder sein."

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